Betonbohren und -sägen
Ein hartes Handwerk im knallharten Wettbewerb
Stefan Fazlia Ljaik, Firmengründer, kennt die aktuelle Herausforderung der Billiganbieter aus den neuen Bundesländern Deutschlands und den Oststaaten wie Polen oder Tschechien nur zu gut: “Es sind ungleiche Voraussetzungen, das fängt schon bei der Frage an, ob ich meinen Mitarbeitern eine lange Anreise zur Baustelle bezahlen muss oder sie erst mit dem ersten Handschlag vor Ort auf der Kostenliste habe”.
Leistung setzt sich durch
Stefan Fazlia Ljaik zählt zur ruhigen Sorte Unternehmer, der lieber Leistung sprechen lässt.
Was auch bedeutet, dass mancher Bauherr nach weniger berauschenden Erfahrungen die Firma Hecht ruft. Die Referenzliste ist lang und markant: Bohren, Sägen und Abbrechen. Stefan Fazlia Ljaik kann sich über Aufträge nicht beklagen.
Investitionen sind erforderlich, um sich am Markt zu behaupten.
Trotz Erfolg, Stefan Fazlia Ljaik bleibt auf dem Teppich: Expandieren ja, aber nur vorsichtig.
Dies frei nach dem Motto: Lieber kleiner und erfolgreich, statt groß und voller Sorgen.
Konkurrenz ohne Ende
Das wiederum in einer Branche, die als Synonym für Krise steht, der Bauwirtschaft.
Wie sich aber auf einem schrumpfenden Markt behaupten? Stefan Fazlia Ljaik, der mit viel Fleiß und Engagement, trotz Krisen, sich entwickelte, hat ein einfaches, aber anspruchsvolles Konzept: “Offene Karten für Kunden und Mitarbeiter, die Mitarbeiter teilhaben lassen am Geschäftsgeschehen, seiner Entwicklung und Durchführung und in allem pünktlich schnell und zuverlässig sein.”
Den Grundstein legt er durch praktisches Miteinander.
Das liest sich so: “Man muss auch die Mitarbeiter zum Kunden mitnehmen, wenn es darum geht, einen Auftrag überhaupt zu gewinnen.
Dann weiß er, wie schwer das ist. Er setzt sich im Alltag des Betonbohrens, -sägens und -pressens (hydraulisches Sprengen) voll und ganz ein, auch wenn es einem mal nicht so gut geht.
Ein familiärer Ton herrscht im kleinen Betriebsteam, in dem jeder meist ein Einzelkämpfer vor Ort bei den verstreuten Kunden ist.
Ob Floßfahren, Grillfest oder andere Gelegenheit, sie verbringen manche Stunde gemeinsam. Ungezählt wie die Arbeitsstunden meist auch.
Der Auftrag und der Kunde ist das Maß der Dinge. Wer das nicht anerkennt, wer sich im Team nicht integriert, der wird vom Team ausgegrenzt: “Der muss gehen”, sagt dann Stefan Fazlia Ljaik kurz und knapp.
Der Chef, Stefan Fazlia Ljaik, packt selbst mit an.
Modernste Technik ist nötig
“Die Auftragslage ist gut”, erläutert er, “wie die Zahlungsmoral schlecht geworden ist.”
Eine gute Auftragslage für Arbeiten, die zumeist im Status Subunternehmer abgewickelt werden, setzt modernste Technik und einen funktionierenden Fahrzeugpark” voraus. Eigene Stromaggregate inbegriffen.
Trotz “Konkurrenz ohne Ende”, wenn beispielsweise mit Diamantsplittern besetzte Seile sich durch Beton fressen (bis zu 80 Zentimetern) sollen, Anfragen werfen nicht technisch, vom Machbaren her Probleme auf, aber der “Preiskampf, der auf dem Baumarkt tobt”.
Dem gilt es Stand zu halten.
Das bedeutet für Stefan Fazlia Ljaik Konzentration auf Zweckmäßigkeit.
Für seine Kinder und für sein Engagement im gemeinnützigen Verein bleibt zumindest soviel Zeit, dass er Kraft für einen harten Wettbewerb findet, ein Wettbewerb, der “so hart ist wie der Beton selbst.”



